Edinburgh wurde auf drei erloschenen Vulkanen erbaut, was ihm eine vertikale Dramatik verleiht, die kaum eine andere Stadt mit einer halben Million Einwohnern besitzt. Die Altstadt (Old Town) und die Neustadt (New Town) bilden gemeinsam seit 1995 ein UNESCO-Welterbe, doch der Unterschied zwischen ihren beiden Charakteren ist enorm — gotische Türme und enge Gassen weichen eleganten georgianischen Boulevards, sobald man die Princes Street überquert. Der August bringt das Edinburgh Festival Fringe, drei Wochen des größten Kunstfestivals der Welt, während derer die Stadt vor Menschenmassen kaum wiederzuerkennen ist. Außerhalb der Festivalzeit funktioniert Edinburgh in ruhigeren, zugänglicheren Rhythmen — und abseits der Festivalsaison ist die Stadt deutlich ruhiger und leichter zu erkunden, als ihr Ruf vermuten lässt.